Kunst­st­of­fi­so­lier­tes Ka­bel

Ein Kabeltyp, bei dem die isolierende Schicht aus einem hierfür entwickelten Kunst­stoff und einem Mantel aus einer Kupfer-, einer Gummi- und einer abschließenden Poly­ethylen­schicht besteht.

Meist kommt als isolierender Kunst­stoff vernetztes Poly­ethylen (VPE) zum Einsatz. Daneben gibt es neu entwickelte Isolier­stoffe unter anderem auf der Basis von Poly­propylen.

Poly­ethylen ist eine Kohlen­wasser­stoff­verbindung mit ketten­förmigen Molekülen, die infolge ihres polaren Aufbaus ausgezeichnete elektrische und dielektrische Eigen­schaften besitzt. Diese kettenf­örmigen Moleküle werden durch verschiedene physikalische und chemische Prozesse vernetzt, wodurch VPE entsteht. VPE verformt sich unter Hitze­einwirkung im Gegen­satz zu Poly­ethylen nicht mehr, wodurch es für den Einsatz als Isolier­stoff ideal ist. Vorteile von VPE-Kabeln gegen­über papier­isolierten Kabeln sind geringere Produktions­kosten und geringere dielektrische Verluste. Darüber hinaus ist VPE ein trockenes Isolier­medium und stellt verglichen mit dem öl­getränkten Papier, bei dem trotz aller Maßnahmen immer auch ein Leckage-Risiko gegeben ist, ein geringeres Umwelt­risiko dar.